Allgemeine
Baubeschreibung
Der
Vermieter realisiert zu seinen Lasten nachfolgend beschriebene
Leistungen zur Herstellung eines schlüsselfertigen
Gesamtwerkes. Der Vermieter sichert zu, dass alle Leistungen
gemäß gültigen Vorschriften und nach Maßgabe
der beteiligten Genehmigungsbehörden ausgeführt
werden.
Alle
Abweichungen insbesondere im Hinblick auf Schallschutz,
Wärmeschutz, Toleranzen, Bauwerksabdichtungen und sonstige
Bestimmungen, die nur bei Neubauten konstruktionsbedingt
eingehalten werden können oder die sie sich aus der
Verbindung von Alt- und Neuteilen ergeben, sind davon ausgeschlossen.
Die
Baubeschreibung ist allgemein gehalten. Es bleibt dem Bauträger
vorbehalten, Bauänderungen vorzunehmen, soweit damit
keine Wertminderungen verbunden sind. Die Bauausführung
bzw. die Maße können geringfügig von den
Zeichnungen abweichen. Maße für Einrichtungen,
z.B. Paxiseinrichtungen, Küchen usw., sind aus diesem
Grund am Bau zu nehmen, und zwar nachdem der Ausbau fertig
gestellt ist.
Höhenunterschiede
bei den Fußböden im Bereich der Türschwellen
sind möglich. Altbauten können Unebenheiten und
Schiefwinkligkeiten über die DIN 18202 hinaus aufweisen.
Schächte für Installationsleitungen werden geplant,
können jedoch entsprechend der örtlichen Situation
angepasst und erweitert werden. Falls Leitungsführungen
unterhalb der Decken erforderlich sind, werden Unterhangdecken
oder Verkleidungen eingebaut. Somit können sich Raumhöhen
geringfügig verändern. Die Schallschutzanforderungen,
die an heutige Neubauten gestellt werden, können bei
der Sanierung nicht garantiert werden, da bauzeitbedingte
Materialien und Werkstoffe eingesetzt wurden, die andere
Eigenschaften aufweisen, als nach heutigen Regeln der Technik
üblich.
Bauzeittypische
Feuchtigkeitsbildungen, die nicht mit vertretbarem Aufwand
beseitigt werden können, sind hinzunehmen. Massive
Schäden z.B. ursächlich aus defekten Dachent-wässerungsanlagen,
werden grundlegend saniert.
Für
das Objekt wird gemäß der Landesbauordnung ein
umfangreiches Brandschutz-gutachten erstellt. Die Planung
und Bauausführung basieren hierauf.
Die
Treppenhäuser werden als Sicherheitstreppenhäuser
ausgebildet und mit einer Sicherheits- und Notbeleuchtung
sowie Feuerlöscher ausgerüstet. Die Aufzüge
sind im Brandfall nicht zu benutzen.
Nach Beendigung der Sanierung wird eine Abnahme erfolgen.
1. Gebäudeumfassungswände
Projektgemäßer
Abbruch von Gebäudeteilen sowie nachträgliche
Herstellung von Fassadenöffnungen für Fenster,
Türen u.dgl. gemäß Planung.
Aufarbeiten
der hochwertigen Sandstein-Naturstein-Fassade durch Reinigung
und Ausbesserungsarbeiten gemäß Planung. In Anbetracht
der dankmalpflegerischen Relevanz des Gebäudes wird
für das Gesamtobjekt eine Befreiung von der Energie-Einspar-Verodnung
2007 gem. §24 beantragt.
Farb-
und sonstige Gestaltung nach Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
Vorhandene Kastenfenster bleiben teilweise in Bestand und
werden nach den Vorgaben der Denkmalbehörde aufgearbeitet.
Neue Fenster erhalten Isolierverglasungen, weiße Rahmen
aus Holz straßenseitig, oder Kunststofffenster im
Hofbereich. Fensterteilungen gemäß Abstimmung
mit Denkmalschutzbehörde in Anlehnung an historisches
Vorbild. Äußere Fensterbänke aus Naturstein
und/oder aus Titanzinkblech.
Außentüren
bleiben nach den Maßgaben des Denkmalschutzes erhalten
und werden ertüchtigt. Untergeordnete Eingangselemente
werden erneuert, soweit dies den Vorgaben der Denkmalbehörde
entspricht. Haupteingänge werden mit automatischen
Türöffnern versehen.
Nebeneingangstüren ggf. als wärmegedämmte
Stahltüren.
2.
Dachflächen
Erneuerung
aller schadhaften Dachtragwerke unter weitestgehender Beibehaltung
der vorhandenen Dachformen.
Ergänzung
vorhandener oder Neueindeckung mit Tondachziegeln, z.T.
als Biberschwanz-Deckung.
Eindeckung von Kleinflächen, Verwahrungen, Kehlen,
Anschlüsse, Rinnen usw. überwiegend aus Titanzinkblech
oder Aluminium. Flachdacheindeckung erfolgt mit Bitumen-,
oder Kunststoffbahnen.
Zusätzliche Fenster im Dachgeschoß als Dachflächenfenster
zur Belichtung der darunter liegenden Räume.
Dämmung
aller geneigten Dachflächen gemäß ENEV 2007
mit geeigneten Dämm-Materialien.
3. Fußböden
Wenn
hochwertiger Parkettböden vorhanden ist, so wird dieser
in Absprache mit den Fachämtern neu aufgearbeitet,
ansonst PVC oder Linoleum Belag in allen anderen Räumen
auf fachgerecht errichteten Unterboden.
Nassräume erhalten einen Estrich als Unterboden, auf
dem Fliesen verlegt werden.
4. Innenwände
Teilweise
Nutzung vorhandener Massivwände, wo erforderlich neu
verputzt. Neu errichtete Innenwände überwiegend
aus Trockenbau- Ständerwänden, teilweise massiv
und verputzt, mit jeweils erforderlicher Eignung hinsichtlich
des Brandschutzes. Toilettentrennwände aus beschichteten
Werkstoffplatten. Aufgrund der historischen Bausubstanz
können nicht alle Maßgaben der DIN 4109 Schallschutz
eingehalten werden. Es erfolgt für die wichtigen Bauteile
(Trennwände, Eingangstüren u.a.) eine gesonderte
Betrachtung.
Neue
Bauteile werden entsprechend den gültigen Schallschutzanforderungen
hergestellt.
Strahlenschutz
kann optional angeboten werden, ist aber keine Vermieterleistung.
5. Innentüren
Türen
zu den Nutzungseinheiten sowie innerhalb der Nutzungseinheiten
siehe gesonderte Beschreibungen. Historische Türen
zwischen allgemeinen Fluren, Gängen, Treppenräumen
werden überwiegend im Bestand saniert. Speziell bei
historischen Türen, welche unter den Denkmalschutz
fallen, ist keine DIN-gerechte Schallschutzverbesserung
möglich. Neue Türen aus Metallprofilen mit Füllungen
sowie mit bauordnungsrechtlich erforderlicher Eignung hinsichtlich
Brand-, Schall- und Rauchschutz. Türen ohne besondere
Eignungsanforderungen als oberflächenfertig beschichtete
( HPL ) Holztüren mit Stahlzargen. Türen in Toilettentrennwänden
aus beschichteten Werkstoffplatten. Türen im Kellergeschoß
sowie sonstige Nebentüren überwiegend als Stahltüren.
6. Decken
Hochwertige
Stuckdecken in den Geschossen 1-3 bleiben nach den Vorgaben
der Fachbehörden erhalten und werden überwiegend
aufgearbeitet. Neue Decken werden als abgehängte Decken
in allgemeinen Fluren, Gängen und Räumen mit Rastermaß
62,5 x 62,5 cm, Fabrikat OWAcoustic oder gleichwertig, als
sichtbares System montiert, d. h. mit sichtbarem, umlaufendem
Wandprofil und mit sichtbaren Trag-/ Verbindungsprofilen.
Neu abgehängte Decken werden unter Einhaltung der schallschutztechnischen
Forderungen für diese Bauteile fachgerecht isoliert.
Alle sichtbaren Profile sowie die Deckenplatten in weiß.
Einzelne neue Deckenabschnitte nach Festlegung des Vermieters
als abgehängte Gipskartondecke, Oberfläche glatt,
weiß.
7. Bodenbeläge
Alle
nicht sonstig belegten Böden von allgemeinen Fluren,
Gängen und Räumen werden je nach Untergrund aufgearbeitet
oder mit PVC- oder Linoleumbelägen mit passenden Sockelleisten
und Nahtverschluß versehen.
8. Wandbeschichtungen
Alle
Wandoberflächen von allgemeinen Fluren, Gängen
und Räumen, außer Keller und Dachspitz, generell
mit Dispersionsanstrichen auf Trockenbau- bzw. geputzten
Massivwänden, nach Einzelfestlegung des Vermieters
ggf. mit vorherig aufgebrachtem strukturiertem Vlies, Glasfasertapete
o.ä. Farbgestaltung nach Festlegung des Vermieters.
9. Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten
Wand-
und Bodenfliesen in allen Allgemeintoiletten. (Wandfliesen
ca. 15/20 cm, türhoch gefliest, Mat.-Preis bis 15.--€/m²;
Bodenfliesen ca. 20/20 cm, Mat.-Preis bis 15.--€/m²
- jeweils Bruttolistenpreise des Herstellers).
Boden
aus Granit und Marmorbelag in den Haupteingangsbereichen
werden fachgerecht überarbeitet und bleiben erhalten.
Flure und Bereiche in denen neuer Belag notwendig ist, erhalten
einen strapazierfähigen Belag aus Kunststoff oder Linoleum.
Nach Mustervorlage durch den AG.
Die gleiche Vorgehensweise wird in allen Fluren und Gängen
des Erdgeschosses, den Obergeschossen sowie in Treppenhäusern
und Fluren der anderen Geschosse umgesetzt.
10. Heizung / Sanitär / Lüftung / Klimatisierung
Die
gesamte Gebäudebeheizung erfolgt durch Fernwärme.
Allgemeine Flure, Gänge und Räume mit Flachheizkörpern
aus Stahl Farbe weiß in der rechnerisch erforderlichen
Zahl und Dimension. Die Erfassung der jeweiligen Wärmemenge
erfolgt durch Wärmemengenzähler pro Gewerbeeinheit
bzw. Arztpraxis.
Warmwasserbereitung
generell dezentral im Bereich der Entnahmestellen durch
Untertischspeicher bzw. Durchlauferhitzer. Die Erfassung
des Wassers erfolgt ebenfalls durch Wasserzähler in
den jeweiligen Einheiten. Allgemeine Toiletten mit folgenden
Merkmalen (jeweilige Anzahl gemäß Projekt):
- WC-Becken als Tiefspülklosetts in Standardoberfläche
weiß, jeweils mit Sitz und Deckel aus Kunststoff weiß,
WC- Rollenhalter und WC- Bürste, in Damen-WC zusätzlich
mit Abfallkorb/-behälter.
- Urinale in weiß, wo erforderlich mit Schamwand.
- Waschtische in weiß, jeweils mit Niederdruck- Einhebelmischer,
Seifenspender, Spender für Einwegtücher.
- 1 Abfallkorb/-behälter
- Je Geschoß (außer Keller) mindestens ein Behinderten-WC
mit entsprechenden Besonderheiten.
Allgemeine
Flure, Gänge und Räume werden bei Bedarf mechanisch
be- und entlüftet, z.B. wenn bauordnungsrechtliche
Erfordernisse vorliegen.
Klimatisierung
und Kühlung allgemeiner Flure, Gänge und Räume
sind bauseitig nicht vorgesehen. Da aus diesem Grund ein
Anstieg der Innentemperaturen über 26°C im Sommer
vom Vermieter nicht generell ausgeschlossen werden kann,
treffen Vermieter und Mieter einzelvertraglich technische
und/oder wirtschaftliche Detailregelungen.
11. Elektroinstallationen
Die Elektroarbeiten werden gemäß DIN/VDE 0100
und DIN/VDE 0107 in der Anwendungsgruppe 0 und 1 (ohne Notstromversorgung)
ausgeführt.
Für das Schalter- und Steckdosenprogramm ist das Standard-Flächenprogramm
von ELSO oder gleichwertig nach Mustervorlage in weiß
vorgesehen. Position und Anzahl von Schaltern, Dosen usw.
wird vom Vermieter nach üblichen Kriterien in der Anlage
3 zur Funktionalbeschreibung festgelegt.
Beleuchtungskörper
in allgemeinen Fluren, Gängen und Räumen werden
in üblicher und vorschriftengerechter Art und Anzahl
installiert.
12.Brandmeldeanlage
Das
gesamte Gebäude wird mit einer flächendeckenden
Brandmeldeanlage ausgestattet, die bei der verantwortlichen
Feuerwehr aufgeschaltet wird.
13. Aufzugstechnik
Installiert
werden zwei Mehrzweckaufzüge. Alle Geschosse können
durch mindestens einen der Aufzüge erreicht werden.
Die Aufzüge werden behindertengerecht ausgestattet.
14. Sonstige bauliche Maßnahmen für Behinderte
Behinderte
können alle zum Besucherverkehr vorgesehenen Flächen
des Gebäudes erreichen. Entsprechende Einbauten werden
bei Notwendigkeit vorgenommen (z.B. Rampen oder Hubeinrichtungen).
In jedem Geschoß (außer im Keller) befindet
sich ein behindertengerechtes WC. Behindertengerechte Parkplätze
befinden sich auf dem Hof und 2 Stück direkt neben
dem Eingang in der Clara-Zetkin Straße außerhalb
des Grundstückes.
15. Keller
Dem
Investor und dem Mietern ist bekannt, dass der bestehende
Keller im jetzigen Ausbauzustand entkernt und gereinigt
wird. Es handelt sich dabei um einen Natur,-/ Klinkersteinkeller,
teilweise Stampfbetonwände mit einem offenen klimatischen
System in einem Einzeldenkmal. Wände und Fußböden
werden nicht isoliert und können nicht mit Wohnraum
verglichen werden. Es liegt hier nur eine bedingte Eignung
als Lagerraum vor. Beide Vertragsparteien sind sich darüber
einig, dass die gemeinsam festgestellte Raumfeuchte in den
Räumlichkeiten als Eigenschaft des Kellers als vereinbarte
Beschaffenheit gilt.
16. Sonstiges
-
Zufahrten und Zuwegungen auf dem Grundstück als Betonsteinpflaster,
ggf. asphaltiert. Grünflächen mit Ansaat und/oder
Bepflanzungen gemäß behördlicher Vorgaben.
- Außenbeleuchtungen und -beschilderungen in ausreichender
Art und Anzahl.
- Installation eines mit allen Mietern abgestimmten Besucherleitsystems.
- Ausstattung des Gebäudes mit den erforderlichen Sicherheitsbeschilderungen
und Sicherheitsbeleuchtungen sowie mit Feuerlöschgeräten.
- Stellplätze auf dem Hof bzw. vor dem Gebäude
(Anzahl Stellplätze siehe Zeichnung).
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Funktionalbeschreibung für
Arztpraxen in Ergänzung zur Allgemeinen Baubeschreibung
Der
Vermieter realisiert zu seinen Lasten folgende Leistungen
für den weiteren Innenausbau und die Ausstattung. Die
Praxen werden als schlüsselfertige Leistung durch den
Vermieter angeboten. Der Vermieter sichert zu, dass alle
Leistungen gemäß den gültigen DIN-Vorschriften
ausgeführt werden. Alle darüber hinausgehenden
Ausstattungswünsche sind zwischen dem Mieter und dem
Vermieter gesondert zu vereinbaren.
1.
Tischlerarbeiten
Einbruchhemmende
Praxiseingangstür als rauchdichte Tür, (einflüglig),
ca. 113,5 X 213,5.
Eingangs-
und Verbindungstüren zu den Räumen Sprech-, Behandlungs-,
ärztlichen Funktionsräumen und WC-Türen werden
entsprechend den Erfordernissen für Arztpraxen hergestellt.
Alle
Innentüren sind oberflächenfertig weiß.
Türen zu den Toiletten erhalten eine Frei/Besetzt Garnitur.
Alle
Türöffnungen mit Stahlumfassungszargen (BOS- Stahlzargen
oder gleichwertig). Die Türen werden mit HEWI-, oder
Hoppe- Garnituren ausgestattet.
Türen
zu innenliegenden Räumen, die mechanisch entlüftet
werden, erhalten eine entsprechende Nachströmöffnung
im Türblatt. Die Fensterbänke in allen Räumen
sind aus Werzalit (weiß marmoriert).
2. Trockenbauarbeiten
Alle nicht tragenden Innenwände aus leichten Gipskarton-Wänden
mit Metallständerkonstruktion 10 cm; 12 cm bzw. 15
cm, werden je nach Schallschutzanforderung (zwischen den
Flur/Warte- und Empfangsbereichen und den Räumen Sprech-,
Behandlungs-, ärztlichen Funktionsräumen, WC’s-Pat.
und WC-Pers. sowie den genannten Sprech-, Behandlungs- und
ärztlichen Funktionsräumen) untereinander ausgeführt.
Als Wandfüllung ist Mineraldämmstoff vorgesehen.
Für
notwendige Wandbefestigungen z.B. Hängeschränke,
Lichtkästen u. ä. werden nach Bedarf des Nutzers
Wandverstärkungen eingebaut.
Die
abgehängten Decken werden in einem Rastermaß
62,5 x 62,5 cm, Fabrikat OWAcoustic Cosmos 68/0, als sichtbares
System montiert, d. h. mit sichtbarem umlaufendem Wandprofil
und mit sichtbaren Trag-/ Verbindungsprofilen, alle sichtbaren
Profile sowie die Deckenplatten in weiß, entsprechende
Rasteraufteilung wird vor Ort angegeben.
3. Fliesenarbeiten
In
den Toiletten werden die Wandfliesen 15/20 raumhoch gefliest,
Mat.-Preis 15.--€/m² (Bruttolistenpreis des Herstellers).
Die
Bodenfliesen, Mat.-Preis 15.--€/m² (Bruttolistenpreis
des Herstellers), haben eine Größe von 20/20
cm. Die Fliesen werden mit dem Mieter bemustert.
Im
Bereich von Arbeitsplatten in die Spülen eingebaut
sind, werden Fliesenspiegel angebracht. Im Bereich von freihängenden
Waschtischen werden Fliesenspiegel, Höhe von OK Fertigfußboden
bis OK Türzarge, 80 cm breit, angebracht.
4. Sanitärinstallation / Lüftung
Die
Toiletten erhalten weiße WC-Becken und ein Waschbecken
mit Mischbatterie.
Sprech-, Behandlungs- und Funktionsräume erhalten Waschbecken
(z.B. Keramag oder gleichw.) mit Mischbatterie bzw. wo Spültische
eingezeichnet einen Wasser- und Abwasseranschluß sowie
eine Auslaufgarnitur, Einhebel-Niederdruck. Putzraum mit
Ausgussbecken und Wandarmatur.
Unter
jedem Waschtisch sind Eckventile vorgesehen.
Für
Waschbecken und Spül- bzw. Ausgussbecken, die in Möbel
eingebaut werden, werden Einhandmischer und die Anschlüsse
vorgesehen, die Objekte werden durch den Mieter geliefert.
Die
Praxen besitzen keine zentrale Warmwasserversorgung. Die
Warmwasserbereitung für die Waschtische sowie Spültische
wird über 5-ltr. Untertischspeicher geregelt.
Innenliegende
Räume erhalten eine Be- und Entlüftung, Zuluft
durch eine Nachströmöffnung bei Einhaltung entsprechender
Schallschutzklasse.
In
den Mietbereichen ist jeweils der Abluft-Anschluss eines
Damen-WC, eines Herren-WC und einer Teeküche nach Planung
TGA, vorgesehen, soweit dies erforderlich ist.
Eine
Kühlung ist bauseitig nicht vorgesehen. Wünsche
zur Kühlung der Räume sind mit dem Bauherren separat
zu regeln.
Durch
den Vermieter sind keine Einrichtungen zur Kühlung
der Mietflächen vorgesehen.
Ein Anstieg der Innentemperaturen über 26°C im
Sommer ist nicht auszuschließen;
insoweit wird keine Gewähr geleistet und keine Abhilfe
durch den Vermieter geschuldet.
5. Malerarbeiten
Alle
Praxisräume, die nicht gefliest werden, werden mit
Malervlies tapeziert. Das Malervlies erhält einen entsprechenden
Anstrich, scheuerbeständig, mindestens 2x gestrichen,
im Farbton nach Wahl des Mieters.
6. Bodenbelagsarbeiten
Alle
übrigen Bereiche, die nicht gefliest werden, erhalten
nach Wahl des Nutzers einen PVC - oder Linoleum –
Belag, Forbo Marmorette, 2,5 mm oder gleichwertig.
Alle
Bodenbeläge werden vor Bestellung zur Bemusterung vorgelegt.
Entsprechend
den Materialien werden passend Sockelleisten angebracht.
Die
Beläge haben eine hohe Beanspruchungsklasse und sind
stuhlrollengeeignet, antistatisch, recyclingfähig,
homogen, die PVC- Beläge sind an den Stoßstellen
verschweißt.
Bei
Übergängen zu anderen Belägen werden Übergangsprofile
verwendet.
7. Elektroarbeiten
Die Elektroarbeiten werden gemäß der gültigen
Vorschriften in der Anwendungsgruppe 0 und 1 (ohne Notstromversorgung)
ausgeführt.
Für das Schalter- und Steckdosenprogramm ist das System
ELSO oder gleichwertig in weiß vorgesehen. Ein- und
Ausschalter werden in jedem Raum neben jeder Tür installiert.
Im Flurbereich nach Bedarf.
Bauseitig erfolgt die Ausstattung für normale Stromversorgung
400V/230V/50Hz mit Schutzleiter N/PE. Die Lagen der Unterverteilungen
werden mit dem Mieter abgestimmt. Für die Kommunikationsinstallation
wird ein Leerrohr pro Raum vorgesehen, von der Dose bis
in den Deckenbereich.
Beleuchtungskörper
werden nur in den Toilettenräumen installiert.
Eine Türsprechstelle sowie ein elektr. Türöffner
(Summer) von der Hauseingangstür bis zum Empfang wird
vorgesehen.
Die
Elektroplanung in den Praxisräumen erfolgt auf der
Basis der Geräteangaben der Mieter.
Bestückung
Raum
Steckdosen
Deckenauslässe
Bemerkungen
Empfang und Flure ,
Putz
Warten
Arzt 1 u. 2, je.
Sono/Laufband
Angio
WC-Pat. / Pers je
Labor
Personal
Dusche
8.Schließanlage
Für
alle Innentüren in der Praxis werden PZ-Vorrichtungen
eingebaut. Die Praxiseingangstür erhält eine objektspezifische
Schließanlage mit 10 Schlüsseln je Nutzungsbereich.
9. Sonstiges
Eine
Beschilderung der Räume der Mieteinheit ist auf Kosten
des Mieters möglich.
Der
Vermieter koordiniert sämtliche Leistungen, die ausgeführt
werden, er ist alleiniger AN des Mieters.
Vor
Ausbaubeginn wird durch den Vermieter nach den Angaben des
Mieters bzw. im Ergebnis der Bemusterung ein Raumbuch erstellt,
das Vertragsbestandteil wird.
Ein
Besucherleitsystem wird mit allen Mietern abgestimmt und
durch den Vermieter realisiert.
Der
kostenmäßige Anteil von Besonderheiten, die über
den Standard hinausgehen, wird vom Mieter übernommen.
Vertiefende Planungen, statische Erfordernisse, Maßgaben
von Genehmigungsbehörden und Versorgern u. dgl. können
sich unter Umständen auf die Inhalte dieser Baubeschreibung
auswirken.
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Funktionalbeschreibung für
Gewerbeflächen in Ergänzung zur Allgemeinen Baubeschreibung
Der
Vermieter realisiert zu seinen Lasten folgende Leistungen
als Grundausstattung für den weiteren Innenausbau und
die Ausstattung. Der Vermieter sichert zu, dass alle Leistungen
gemäß gültiger Vorschriften und nach Maßgabe
der beteiligten Genehmigungsbehörden ausgeführt
werden. Alle darüber hinausgehenden Ausstattungswünsche
sind zwischen dem Mieter und dem Vermieter gesondert zu
vereinbaren.
1. Innentüren
Alle
Innentüren sind Drehflügeltüren, oberflächenfertig
weiß. Türen zu den Toiletten erhalten eine Frei/Besetzt
Garnitur. Türen von den Hausfluren zu den Nutzungseinheiten
nach Schallschutzklasse, wenn nicht verglast. Alle Türen
mit Stahlumfassungs- oder -eckzargen (BOS- Stahlzargen oder
gleichwertig). Die Türen werden mit HEWI-, oder Hoppe-
Garnituren ausgestattet.
Türen zu innenliegenden Räumen, die mechanisch
entlüftet werden, erhalten eine entsprechende Nachströmöffnung
im Türblatt. Alle Innentüren (außer zu WCs)
werden für Profilzylinder (PZ) vorgerichtet. Glasflächen
in Gipskartonwänden (falls geplant) aus Sicherheitsglas
(H= ca. 200cm).
Raumabschluss zum Flur z.T. aus Glaswänden mit ca.
50 % Anteil an verschiebbaren Elementen (wenn ohne Schall-,
Brand- und Wärmeschutzanforderungen).
2. Wände (Trockenbau) innerhalb der Nutzungseinheit
Alle
nicht tragenden Innenwände aus leichten Gipskarton-Wänden
mit Metallständerkonstruktion, Wandstärke bis
17,5 cm, je nach Schallschutzanforderung. Als Wandfüllung
ist Mineraldämmstoff vorgesehen. Für notwendige
Wandbefestigungen z.B. Hängeschränke, Lichtkästen
u. ä. werden nach Bedarf und Angabe des Nutzers Wandverstärkungen
eingebaut.
3. Decken
Die
abgehängten Decken werden in einem Rastermaß
von ca. 62,5 x 62,5 cm, Fabrikat OWA-coustic Cosmos 68/0
oder gleichwertig, als sichtbares System montiert, d. h.
mit sichtbarem umlaufenden Wandprofil und mit sichtbaren
Trag-/ Verbindungsprofilen. Alle sichtbaren Profile sowie
die Deckenplatten in weiß. Entsprechende Rasteraufteilung
wird vor Ort festgelegt.
4.
Maler- und Lackierarbeiten
Alle
nicht gefliesten Wandoberflächen werden deckend mit
Dispersionsanstrichen auf Trockenbau- bzw. geputzten Massivwänden
(nach Einzelfestlegung des Vermieters ggf. mit vorherig
aufgebrachtem Vlies) versehen.
5. Fliesen- und Plattenarbeiten
In
den Toiletten werden Wandfliesen (Format ca. 15/20 cm) türhoch
gefliest, Mat.-Preis 15.--€/m² (Bruttolistenpreis
des Herstellers). Im Bereich von Arbeitsplatten, in denen
Spülen eingebaut sind, werden Fliesenspiegel angebracht
(Höhe 60 cm/Breite je nach Zeilenlänge). Die Bodenfliesen,
Mat.-Preis 18.--€/m² (Bruttolistenpreis des Herstellers),
haben eine Größe von ca. 20/20 cm. Die Fliesen
werden mit dem Mieter bemustert.
6. Bodenbelagsarbeiten
Sämtliche
Flur- und Foyerbereiche im EG, sowie der Gästebereich
des Bistros sind mit Werksteinplatten belegt. Fehlende Beläge
werden den vorhandenen Belägen angepasst. Alle nicht
gefliesten Bereiche erhalten einen PVC- oder Linoleumbelag,
bis 2,5mm stark, Bahnenware, fugenlos verschweißt.
Sockelleisten materialgleich belegt. Auf Wunsch textile
Auslegware mit ebensolchem Belag auf den Sockelleisten.
Die Beläge sind rollstuhl- sowie stuhlrollengeeignet,
antistatisch, homogen.
7. Heizungs- und Sanitärinstallation / Lüftungsanlagen
Die
gesamte Gebäudebeheizung erfolgt durch Fernwärme.
Einbrennlackierte Flachheizkörper aus Stahl in der
rechnerisch erforderlichen Zahl und Dimension befinden sich
in den Mieträumen. Jede Mieteinheit erhält eine
Toilettenanlage, ausgestattet mit je einem WC-Becken in
weiß sowie einem Waschtisch in weiß mit Niederdruck-
Einhebelmischer. Personalraum mit Anschlussmöglichkeit
für Pantry sowie mit einem weißen Waschtisch
mit Wasser- und Abwasseranschluß, sowie Niederdruck-
Einhebelmischer. Für Waschbecken und Spül- bzw.
Ausgussbecken, die in Möbel eingebaut werden, werden
die Anschlüsse für Niederdruck- Einhebelmischer
vorgesehen, die Objekte werden durch den Mieter geliefert.
Die Warmwasserbereitung für die Waschtische sowie für
Spültische erfolgt über 5-ltr. Untertischspeicher.
In den Mietbereichen ist soweit erforderlich, jeweils der
Abluft-Anschluss von 1 WC- Raum und einer Teeküche/Pantry
vorgesehen, Zuluft durch eine Nachströmöffnung
im Türblatt. Klimatisierung und Kühlung der Mieträume
sind bauseitig nicht vorgesehen. Da aus diesem Grund ein
Anstieg der Innentemperaturen über 26°C im Sommer
vom Vermieter nicht generell ausgeschlossen werden kann,
treffen Vermieter und Mieter einzelvertraglich technische
und/oder wirtschaftliche Detailregelungen.
8. Elektroinstallation
Die
Elektroarbeiten werden gemäß D1N / VDE 0100 -
710 8 in den Anwendungsgruppen 0 und 1 ausgeführt (ohne
Notstromversorgung). Für das Schalter- und Steckdosenprogramm
ist das Merten Standardprogramm von ELSO, Merten oder gleichwertig
vorgesehen. Bauseitig erfolgt die Ausstattung für normale
Stromversorgung 230V / 50 Hz mit Schutzleiter N / PE mit
unter [A] stehender Bestückung. Ebenso bauseits wird
die Tür-Sprechanlage mit Klingelanlage und Türöffner
geliefert und montiert. Für die Geräte der Telekommunikation
und PCs werden Leerrohre vorgesehen. Ein- und Ausschalter
werden in jedem Raum neben den Türen installiert. Je
nach Anzahl der Türen Aus-/Wechsel- oder Tasterschaltung.
In den WC's werden die Beleuchtungskörper bauseits
geliefert und montiert. Ansonsten werden in den Mieteinheiten
keine weiteren Leuchten geliefert und auch nicht montiert.
Die Teeküchen erhalten 4 Steckdosen, die weitere Anzahl
der Steckdosen wird auf 2 Steckdosen je 10 qm Mietfläche
festgelegt.
9. Sonstiges
Die
Zugangstüren zu den Mieteinheiten erhalten einen Zylinder
aus der objektspezifischen Schließanlage (mit 5 Schlüsseln).
Behinderten-WC's befinden sich 1x zentral auf jeder Etage
(außer im Kellergeschoß). Maßnahmen welche
über die vorstehende Beschreibung hinausgehen, sind
durch den/die Nutzer finanziell auszugleichen (nach vorherigem
Angebot des Vermieters) oder durch die Zahlung eines höheren
Mietzinses pro qm abzugelten.
Vorbehalt
Diese
Baubeschreibung entspricht dem Planungs- und Erkenntnisstand
des Vermieters per 09.07.2009. Vertiefende Planungen, statische
Erfordernisse, Maßgaben von Genehmigungsbehörden
und Versorgern u. dgl. können sich unter Umständen
auf die Inhalte dieser Baubeschreibung auswirken.
Stand
der Drucklegung: Mai 2009